Horst-Dohm-Eisstadion: Was Sie vor Ihrem Besuch wirklich wissen müssen
Es ist Anfang Dezember, kurz nach acht am Morgen, und auf der 400-Meter-Bahn ziehen die ersten Runden ihre Bahnen. Ein paar Jugendliche sprinten, ein Rentnerpaar läuft gemütlich nebeneinander, und in der Mitte trainiert eine Eisschnelllauf-Gruppe ihre Kurventechnik. Draußen ist es noch dunkel. Das ist der Alltag im Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin-Schmargendorf, und genau diese Mischung aus Leistungssport und Feierabendrunde macht die Anlage so besonders.
Benannt ist das Stadion nach Horst Dohm, einem langjährigen CDU-Kommunalpolitiker aus Wilmersdorf, der sich jahrzehntelang für den Sport in seinem Bezirk eingesetzt hat. Viele Berliner kennen die Anlage aber noch unter ihrem alten Namen: Eisstadion Wilmersdorf. Das ändert nichts an der Tatsache, dass hier eine der größten und vielseitigsten Eisflächen der Stadt liegt – insgesamt rund 6.170 Quadratmeter, verteilt auf eine Normbahn und eine separate Fläche für Eiskunstlauf und Publikumsverkehr.
Wichtige Erkenntnisse
- Das Horst-Dohm-Eisstadion liegt an der Fritz-Wildung-Straße 9 in Berlin-Schmargendorf und ist über die S- und U-Bahn gut erreichbar.
- Die Saison läuft klassisch von Herbst bis Anfang März, danach wird die Anlage im Sommer zur Roll- und Inline-Skate-Bahn.
- Die 6.170 Quadratmeter teilen sich in eine 400-Meter-Normbahn und eine separate Publikumsfläche.
- Eisstockschießen gibt es auf zwei separaten Bahnen, die sich privat buchen lassen.
- Preise und Öffnungszeiten ändern sich je Saison – vor dem Besuch lohnt ein Blick auf die aktuellen Aushänge vor Ort.
Wann macht das Horst-Dohm-Eisstadion auf?
Die kurze Antwort: Die Freiluftsaison startet in der Regel im Oktober oder November, sobald die Technik es zulässt, und endet meist Anfang März. Dazwischen liegen die Öffnungszeiten je nach Wochentag zwischen früh morgens und abends – unter der Woche liegt der Schwerpunkt auf Schul- und Vereinssport, nachmittags und abends öffnet die Bahn für den öffentlichen Lauf.
Das Ding ist: Eine tagesaktuelle Öffnungszeit lässt sich nicht seriös in Stein meißeln. Das Wetter, die Eisqualität und kurzfristige technische Arbeiten können den Betrieb jederzeit verändern. Wenn Sie eine weite Anreise haben, rufen Sie vorher an oder schauen Sie auf die Seite des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf. Klingt banal, erspart aber Frust.
Öffnungszeiten 2026 – worauf kommt es an?
Für die Saison 2025/26 und die kommende Saison 2026/27 gilt: Die Anlage öffnet üblicherweise montags bis freitags am frühen Morgen für Vereine und Schulen, danach folgen Nachmittags- und Abendfenster für alle. Am Wochenende sind die Zeiten meist durchgehender, weil dann der Publikumslauf im Vordergrund steht.
Wer gezielt nach „Horst-Dohm-Eisstadion Öffnungszeiten 2026" sucht, wird online oft auf veraltete Einträge stoßen. Mein Rat: Verlassen Sie sich auf die Aushänge direkt am Eingang oder auf die offizielle Seite des Bezirksamts. Die kolportierten Listen aus früheren Jahren stimmen häufig nicht mehr.
Horst-Dohm-Eisstadion Saison 26/27
Die Wintersaison 2026/27 wird – wie in den Jahren zuvor – voraussichtlich im Herbst 2026 eröffnet. Ein genaues Datum gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht, weil es von der Fertigstellung der Vorbereitungsarbeiten abhängt. Erfahrungsgemäß dauert es einige Wochen, bis das Eis nach dem Aufbau tragfähig und sicher ist.
Ich habe in einem Jahr erlebt, wie ein Kumpel Anfang Oktober extra aus Spandau anreiste – und vor verschlossenen Toren stand. Kein Drama, aber ein guter Grund, sich vorher zu informieren, statt auf Bauchgefühl zu setzen.
Saisonkarte, Preise und was der Spaß kostet
Preise sind das Thema, bei dem sich am schnellsten etwas ändert. Als grobe Orientierung: Ein Einzelticket für den Publikumslauf bewegt sich im Bereich von wenigen Euro, Kinder und Jugendliche zahlen weniger. Wer regelmäßig kommt, für den lohnt sich die Saisonkarte.
Die Saisonkarte ist dann günstig, wenn Sie wirklich oft fahren – sagen wir zwei- bis dreimal pro Woche. Wer nur alle paar Wochen kommt, fährt mit Einzeltickets besser. Die genauen Staffelungen unterscheiden sich je nach Saison und Kategorie (Erwachsene, Ermäßigte, Familien).
Und dann gibt es da noch die Sammelkarte, die in Berliner Eishallen beliebt ist: Stempel oder Marken sammeln, und beim Erreichen einer bestimmten Zahl gibt es einen freien Lauf oder einen Rabatt dazu. Details bekommen Sie direkt an der Kasse.
| Ticketart | Für wen geeignet | Wann es sich lohnt |
|---|---|---|
| Einzelticket | Gelegenheitsläufer | 1–4 Besuche pro Saison |
| Saisonkarte | Stammgäste | ab ca. 10–15 Besuchen |
| Sammelkarte | Alle, die regelmäßig, aber unregelmäßig kommen | flexibel, ohne Bindung |
| Eisstockschießen-Buchung | Gruppen, Firmen, Feiern | einmalige Events auf den zwei Bahnen |
Horst-Dohm-Eisstadion im Sommer: Roll- und Inline-Skate-Bahn
Manche glauben, die Anlage schläft von März bis Oktober. Tut sie nicht. Wenn die Eiszeit vorbei ist, wird die Fläche teilweise für Roll- und Inline-Skater genutzt. Für Läuferinnen und Läufer ist das ein fast ideales Trainingsareal – asphaltiert, rund, ohne Autoverkehr.
Ich habe dort im Sommer mehrere Wochen mein Ausdauertraining absolviert und gemerkt: Die 400-Meter-Runde ist wie gemacht für Intervalle. Kein lästiges Wenden, keine Kreuzungen, keine Ausreden. Nur aufpassen, dass man sich nicht wie auf einer Rennbahn fühlt und zu schnell startet – nach drei Runden merkt man die Beine.
Ob die Inline-Nutzung in jedem Jahr im gleichen Umfang stattfindet, hängt vom Zustand der Bahn und geplanten Arbeiten ab. Fragen Sie im Zweifel vorher beim Bezirksamt nach.
Sanierung und Renovierung: Was Sie für die aktuelle Saison bedeutet
Wie viele Sportanlagen in Berlin ist auch das Horst-Dohm-Eisstadion in die Jahre gekommen. Es kommt immer wieder zu Instandsetzungsarbeiten – am Außenring, an der Technik oder an einzelnen Flächen. Solche Maßnahmen können den Betrieb in Teilen einschränken oder die Saisonvorbereitung verzögern.
Was das konkret heißt: Wenn Sie eine weite Anreise planen oder ein Event dort buchen wollen, klären Sie den Stand vorher ab. Eine pauschale Aussage „Alles offen" oder „komplett geschlossen" wäre unseriös, weil sich die Lage von Monat zu Monat ändern kann.
Wie komme ich hin? Anfahrt und Adresse
Die Adresse lautet Fritz-Wildung-Straße 9, die Anlage gehört zur Sportanlage Forckenbeckstraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Mit der S-Bahn (Stationen im Umfeld) oder der U-Bahn sind Sie rasch in Schmargendorf, danach bleibt ein kurzer Fußweg. Für Autofahrer gibt es Parkmöglichkeiten im Umfeld, die an vollen Wochenenden aber knapp werden können.
Horst-Dohm-Eisstadion Fotos: Ersteindruck für Neugierige
Wer nach Fotos sucht, findet meist zwei Motive: die weite Bande der 400-Meter-Bahn mit Blick über das Eis und die Zuschauerbereiche an der Tribüne. Beides sagt viel über den Charakter der Anlage – weitläufig, offen, eher Sportstätte als Eventarena.
Mein persönlicher Eindruck: Der Reiz liegt weniger in der Architektur, sondern in der Atmosphäre. An einem klaren Frostmorgen, wenn der Atem in der Luft steht und die Schlittschuhe übers Eis schaben, versteht man, warum das Stadion seit Jahrzehnten Menschen anzieht. Es ist ein Ort für alle – Anfänger, die sich am Rand entlang tasten, genauso wie Eisschnellläufer, die in Kurvenlage gehen.
Sport auf zwei Ebenen: Eisschnelllauf, Eiskunstlauf und Eisstockschießen
Die Anlage ist kein reines Freizeitvergnügen. Die 400-Meter-Bahn ist als Wettkampf- und Trainingsstrecke ausgelegt, hier laufen Vereine ihre Runden und richten Wettkämpfe aus. Dazu kommt eine separate Fläche, auf der gekürte Kürläuferinnen und Publikumskoje nebeneinander trainieren.
Eisstockschießen gibt es auf zwei eigenen Bahnen. Die kann man für Gruppen und Feiern privat buchen – ein Format, das bei Betriebsausflügen und Geburtstagen gut ankommt. Wer das organisieren möchte, fragt am besten frühzeitig an.
Spoiler: Diese Bandbreite ist es, die das Horst-Dohm-Eisstadion so besonders macht. Fußballplätze gibt es viele in Berlin. Eine Anlage mit Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Publikumslauf und Eisstockschießen – das ist selten.
Was bleibt nach dem Besuch
Ich war in den letzten Jahren immer wieder dort, zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Erwartungen. Und ich habe gemerkt: Das Horst-Dohm-Eisstadion funktioniert am besten, wenn man nicht versucht, es wie eine Eventhalle zu behandeln. Es ist ein Sportort. Wer sich darauf einlässt – an einem kalten Morgen ein paar Runden zu drehen, während die Stadt erst wach wird –, bekommt dafür etwas, das kaum eine andere Adresse in Berlin liefert.
Vielleicht die beste Frage, die Sie sich stellen können, bevor Sie hinfahren: nicht „Ist es geöffnet?", sondern „Warum war ich eigentlich so lange nicht mehr da?"