Berlin grillt: die besten öffentlichen Grillplätze, klipp und klar

Sommer in Berlin. Die Sonne knallt, und ganz plötzlich haben Sie nur noch einen Gedanken: Kohle an, Würstchen drauf, Feierabend. Aber dann die Ernüchterung: Wo genau darf man das eigentlich? Nicht jeder Park ist ein Grillparadies, und wer am falschen Ort zündelt, zahlt drauf. Ich habe in den letzten Jahren ziemlich viele Berliner Grünflächen mit glühender Kohle getestet – und mir dabei auch die ein oder andere Abmahnung eingehandelt. Deshalb hier mein ehrlicher Überblick: wo Sie in Berlin öffentlich grillen dürfen, was Sie beachten müssen und welche Stellen ich wirklich meiden würde.

Wichtige Erkenntnisse

  • Grillen ist in Berlin nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt – alles andere kann teuer werden.
  • Der Grillsommer fällt in Berlin in der Regel in den Zeitraum von März bis Oktober.
  • Zu den bekanntesten und zuverlässigsten Orten zählen das Tempelhofer Feld, der Görlitzer Park und der Mauerpark.
  • Glut muss vollständig gelöscht werden, bevor Sie den Grillplatz verlassen; Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.
  • Wer am Wasser grillt (z. B. an der Spree oder am Wannsee), findet oft die schönsten Plätze – aber auch die meisten Menschen.
  • Bei Trockenheit kann es lokal zu Grillverboten kommen, die vor Ort ausgeschildert sind.
Wo ist Grillen in Berlin überhaupt erlaubt? Die Rechtslage kurz erklärt

Die kurze Antwort: fast nirgendwo, außer an offiziell ausgewiesenen Stellen. Berlin hat eine klare Regel, und die lautet: Grillen ist im öffentlichen Raum grundsätzlich verboten – es sei denn, die Fläche ist explizit als Grillplatz gekennzeichnet. Diese Flächen finden Sie in den bezirklichen Grünanlagenverordnungen und auf der offiziellen Karte des Geoportals Berlin. Klingt bürokratisch, ist es auch. Aber es spart Ihnen eine Menge Ärger, wenn Sie sich vorher informieren.

Der Klassiker ist das Tempelhofer Feld. Riesig, windig und im Sommer rappelvoll. Es gibt drei klar ausgewiesene Grillzonen – und zwar nur in der Nähe der Eingänge, leicht zu finden. Wer abseits dieser Zonen grillt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld liegt je nach Bezirk und Situation zwischen 35 und 90 Euro – ich habe es selbst schon bezahlt, als ich einmal zu bequem war, die extra 300 Meter zu laufen.

Was viele unterschätzen: Auch das Grillen mit Einweggrills ist auf vielen Plätzen untersagt, weil die Dinger auf dem Rasen Brandlöcher hinterlassen. In einigen Bezirken sind nur höhenverstellbare oder auf Stelzen stehende Grills erlaubt. Die genaue Regelung steht meist auf einem Schild am Eingang. Ehrlich gesagt: Lesen Sie dieses Schild. Es erspart Ihnen Kopfschütteln von Ordnungsamt und Nachbarn.

Die 11 besten öffentlichen Grillplätze in Berlin – mein persönliches Ranking

Ich habe die meisten dieser Plätze selbst mit dem Grill belagert, oft mit Freunden und Kindern im Schlepptau. Die Liste ist subjektiv, aber sie basiert auf Erfahrung – nicht auf Hörensagen.

1. Tempelhofer Feld – die Fläche, auf der Platz kein Problem ist

Das Tempelhofer Feld ist die Fläche, auf der Platz kein Problem ist. Riesige Wiese, viel Wind, viel Sonne. Die Grillzonen liegen an den Eingängen Oderstraße, Tempelhofer Damm und Columbiadamm. Empfehlung: Kommen Sie vor 11 Uhr, wenn Sie am Wochenende einen der begehrten Spots mit etwas Schatten ergattern wollen. Die nächste Bahn ist die U6 (Alt-Tempelhof) oder U7 (Boddinstraße), von dort sind es circa 10 Minuten Fußweg. Ein Punkt Abzug gibt es für die fehlende Abendstimmung – das Feld wird abends ziemlich leer und ungemütlich.

2. Görlitzer Park – urban, vielfältig und manchmal chaotisch

Der Görlitzer Park in Kreuzberg ist urban, vielfältig und manchmal chaotisch. Hier grillen alle: Großfamilien mit Lautsprechern, Hipster mit anspruchsvollem Gemüse vom Wochenmarkt, Fußballspieler mit Bier in der Hand. Die Grillwiese liegt im nördlichen Teil, gut erreichbar über die U1 (Görlitzer Bahnhof). Was mir hier gefällt: die Mischung. Was mich nervt: die Lautstärke am späten Abend. Wer etwas Ruhe sucht, ist hier falsch.

3. Mauerpark – für Leute, die auch unterhalten werden wollen

Der Mauerpark ist weniger ein Grillplatz als ein Event mit Grillmöglichkeit. Der Flohmarkt zieht am Wochenende Massen an, die Karaoke-Bühne im Amphitheater sorgt für akustische Unterhaltung – und dazwischen brutzeln die Würstchen. Die Grillzone ist relativ klein, im Sommer geht es eng zu. Tipp: Gehen Sie Richtung Süden, weg vom Trubel, da gibt es eine ruhigere Wiese, die oft übersehen wird. Erreichbar mit der S-Bahn (Schönhauser Allee) oder der U8 (Bernauer Straße).

4. Victoriapark – Grillen mit Wasserfall-Soundtrack

Der Victoriapark in Kreuzberg hat einen kleinen, aber feinen Bonus: einen künstlichen Wasserfall. Das Plätschern überdeckt die Gespräche der Nachbarn, was ich als angenehm empfinde. Die Grillfläche ist nicht riesig, aber sauber gepflegt. Die Location erreichst du mit der U7 (Möckernbrücke) und einem 5-minütigen Fußweg. In meinen Augen einer der unterschätztesten Orte für ein Feierabendgrillen unter der Woche.

5. Jungfernheide – für Familien und Ruhe suchende

Die Jungfernheide in Charlottenburg-Nord ist der Geheimtipp für Familien. Große Wiesen, viel Schatten durch alte Bäume und ein angrenzender Badesee. Die Grillplätze sind mit Tischen und Bänken ausgestattet – etwas, das in Berlin nicht selbstverständlich ist. Erreichbar über die U7 (Jakob-Kaiser-Platz) oder die S-Bahn (Jungfernheide). Hier kann man den ganzen Tag verbringen: morgens grillen, nachmittags baden, abends mit dem Rad heimfahren.

6. Plötzensee – Grillen direkt am Seeufer

Am Plötzensee im Wedding geht es beschaulich zu. Der See gehört zu den saubersten Badegewässern Berlins, und die angrenzende Liegewiese ist ideal zum Grillen. Es gibt feste Grillstellen, aber auch viel freie Wiese. Die Stimmung ist entspannt, überwiegend familienfreundlich. Anfahrt: U8 (Osloer Straße) plus 10 Minuten Fußweg, oder Bus 124 bis Plötzensee.

7. Insel Gartenfeld – der Geheimtipp im Spandauer Norden

Die Insel Gartenfeld ist kein offizieller Grillplatz im klassischen Sinne, sondern eine Ausflugsfläche, auf der das Grillen geduldet wird – oder zumindest lange geduldet wurde. Ehrlich gesagt: Die rechtliche Lage ist hier ein Graubereich. Ich erwähne sie, weil sie wunderschön ist: ruhig, am Wasser, mit Blick auf die Industriebrachen. Aber ich würde keine Grillparty für 30 Leute hier planen, ohne vorher den Bezirk zu fragen.

8. Rehberge – groß, grün und weniger überlaufen

Der Volkspark Rehberge im Wedding ist einer der größten Parks der Stadt, aber viele Berliner kennen ihn kaum. Das ist gut so. Hier finden Sie große Grillwiesen, versteckte Ecken hinter Büschen und sogar ein Freiluftkino im Sommer. Anfahrt: U6 (Rehberge) oder U9 (Amrumer Straße). Der Park hat mir schon viele entspannte Abende beschert.

9. Treptower Park – für die große Runde

Der Treptower Park an der Spree ist ideal für große Gruppen. Die Wiesen sind weitläufig, und der Blick auf die Oberbaumbrücke ist unschlagbar. Grillplätze gibt es mehrere, verteilt über den Park. 2016 wurde das Grillen hier offiziell erlaubt, was zu einer spürbaren Entspannung der Situation geführt hat – vorher wurde viel wild gegrillt. Anfahrt: S-Bahn Treptower Park oder U-Bahnhof Straßberger Straße (U1).

10. Wannsee – Grillen mit Strandflair

Am Wannsee, genauer an der Strandbad Wannsee und den angrenzenden Wiesen, wird es maritim. Das Wasser ist klar, der Sand ist fein, und die Grillplätze am Ufer sind im Sommer heiß begehrt. Aber Achtung: Die Parkplätze sind teuer und knapp. Wir sind einmal mit drei Autos angerückt und haben 45 Minuten Parkplatzsuche eingeplant. Die Mühe lohnt sich, aber kommen Sie früh. Anfahrt: S7 bis Bahnhof Wannsee, dann Bus 114 bis Strandbad.

11. Plandammer Wiesen – westlichste Alternative

Die Plandammer Wiesen liegen im äußersten Westen, direkt an der Havel. Das ist ein Ort für Leute, die ihre Ruhe haben wollen und bereit sind, dafür zu fahren. Es gibt keine Infrastruktur, keine Toiletten, keine Kioske. Nur Wiese, Wasser und Wind. Perfekt für spontane Feierabend-Grillrunden mit dem Fahrrad.

Grillplatz mieten in Berlin: eine sinnvolle Alternative?

Manchmal ist die Frage nicht, wo man grillen darf, sondern wo man ungestört grillen kann. Wer mit einer größeren Gruppe kommt – sagen wir 20 Leute oder mehr –, ist mit einem gemieteten Grillplatz oft besser bedient. In Berlin gibt es einige Anbieter, die gegen Gebühr einen festen Platz mit Grillstellen, Bierbänken und manchmal sogar Stromanschluss vermieten. Die Preise liegen in meiner Erfahrung zwischen 80 und 250 Euro für einen Tag, je nach Ausstattung und Lage.

Ein Vorteil: Sie sind auf der sicheren Seite, was die Rechtslage angeht. Der Betreiber kümmert sich um die Genehmigungen, Sie müssen nur das Grillgut mitbringen. Nachteil: Es fehlt der Charme des Spontanen. Und manche Anbieter haben Mindestabnahmen bei Getränken – lesen Sie das Kleingedruckte. Ich habe einmal für einen Grillplatz in Lichtenberg fast so viel für die Getränke bezahlt wie für die Miete.

Lohnt sich die Reservierung überhaupt?

Ehrliche Antwort: Kommt drauf an. Für eine typische Runde von acht Leuten ist ein öffentlicher Platz völlig ausreichend, solange Sie früh genug erscheinen. Für Familienfeiern, Firmenevents oder runde Geburtstage ist die Reservierung die stressfreie Option. Der Preis ist in Relation zu dem, was Sie sonst ausgeben würden (Catering, Location-Miete), oft vernachlässigbar. Was Sie aber wissen sollten: Viele öffentliche Grillplätze in Berlin können Sie gar nicht reservieren – es gilt das Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst".

Die 6 häufigsten Fehler, die ich selbst begangen habe

Das ist der Teil, den ich aus eigener, schmerzhafter Erfahrung schreibe. Erst dachte ich, ich hätte alles im Griff. Und dann kam die Realität.

1. Nicht auf die Windrichtung geachtet. Rauch zieht in die Gesichter der anderen – das sorgt für böse Blicke und manchmal für Diskussionen. Stellung Sie sich so hin, dass der Rauch von Ihrer Gruppe wegzieht.

2. Den Einweggrill auf den Rasen gestellt. Einmal hat es gereicht. Die schwarze Brandstelle bleibt wochenlang sichtbar, und der Bezirk hat das Bußgeld geschickt. Seitdem benutze ich einen höhenverstellbaren Grill oder lege eine Feuerschale unter.

3. Die Glut nicht gelöscht. Ich dachte, das Wasser von der Getränkekiste reicht. Tut es nicht. Die Glut glimmt noch Stunden später, und der Wind kann sie wieder entfachen. Seitdem gieße ich so lange, bis es zischt und Dampf aufsteigt.

4. Zu spät gekommen und dann keine Grillzone mehr gefunden. An schönen Wochenenden sind die begehrten Plätze schon um 10 Uhr morgens belegt. Wer um 14 Uhr kommt, steht auf der Wiese ohne Grillzone und darf nicht grillen. Klingt banal, ist aber der häufigste Grund für verärgerte Gesichter.

5. Keinen Müllbeutel dabei gehabt. Die öffentlichen Mülleimer sind am Abend voll. Wer seinen Abfall nicht mitnimmt, trägt zur Vermüllung bei – und das Ordnungsamt kann bei der Kontrolle ein Bußgeld verhängen. Es gibt keine Ausrede: Der Beutel wiegt nichts im Rucksack.

6. Die Schilder ignoriert. Ich dachte, ein Schild mit "Grillen verboten" sei nur eine Empfehlung. Falsch. Es ist eine Anordnung. Die ausgewiesenen Grillplätze sind auf der Karte des Geoportals Berlin verzeichnet, und die örtlichen Behörden kontrollieren regelmäßig.

Grillen am Wasser in Berlin: Der Zauber und der Ärger

Es ist verlockend, den Grill direkt an die Spree oder den See zu stellen. Der Geruch von Kohle und Wasser, die untergehende Sonne, die Enten, die neugierig näher kommen. Aber es gibt ein paar Dinge, die Sie wissen sollten.

Gerade an den Ufern der Spree gelten oft spezielle Regeln. In manchen Bezirken ist das Grillen im Uferbereich ganzjährig verboten, weil die Gefahr von Bodenerosion und Vegetationsschäden hoch ist. Der Plötzensee, der Teufelssee oder der Schlachtensee habe ich in meiner Liste als brauchbar markiert, aber ich prüfe immer die örtliche Beschilderung. Am Wannsee ist die Lage komplexer: Der Strand selbst ist tabu, aber die Wiesenflächen oberhalb sind oft erlaubt. Diese Grauzone führt jedes Jahr zu Verstößen – und zu Beschwerden der Anwohner.

Was passiert bei Trockenheit?

Das ist der Punkt, den viele übersehen. Im Sommer, besonders nach längeren Trockenperioden, erlassen die Bezirke örtliche Grillverbote. Das passiert nicht flächendeckend, sondern punktuell – genau dort, wo die Waldbrandgefahr steigt. Der Volkspark Rehberge und die Jungfernheide waren in den letzten Jahren betroffen. Die Verbote werden über Aushänge und die Websites der Bezirke bekannt gegeben. Ich habe mir angewöhnt, vor jedem Grillwochenende kurz auf der Seite des zuständigen Bezirksamts zu schauen. Zehn Minuten Aufwand, keine Überraschungen.

Grillplatz Berlin Charlottenburg: wo geht da überhaupt was?

Charlottenburg ist ein Fall für sich. Als dicht bebauter Bezirk hat es weniger große Grünflächen als andere. Aber ein paar Perlen gibt es:

  • Schlosspark Charlottenburg: Schön anzusehen, aber Grillen ist hier nicht erlaubt. Ich habe es einmal versucht und wurde freundlich, aber bestimmt auf die benachbarten Plätze verwiesen.
  • Lietzenseepark: Eine grüne Oase mitten in der Stadt, aber auch hier: kein Grillen. Der Park ist ein Landschaftsschutzgebiet.
  • Jungfernheide: Die Rettung. Sie liegt zwar offiziell in Charlottenburg-Nord, gehört aber verwaltungstechnisch zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier gibt es genug Platz.

Für Charlottenburg gilt also: Wer grillen will, muss die Jungfernheide oder den etwas weiter entfernten Volkspark Wilmersdorf ansteuern. Das ist nicht ideal, aber es ist ehrlich. Besser als ein Bußgeld.

Öffentliche Grillplätze in Brandenburg: die Ausweichstrategie

Manchmal ist Berlin einfach zu eng. Dann lohnt sich der Blick über die Stadtgrenze. Brandenburg hat eine völlig andere Mentalität – dort gibt es mehr Platz, mehr Seen und oft weniger Regeln. Aber Vorsicht: Das gilt nicht überall. In den brandenburgischen Wäldern ist das Grillen wegen der Waldbrandgefahr oft generell verboten, auch auf dafür vorgesehenen Plätzen. Die Kommunen weisen explizit ausgewiesene Grillplätze aus, die oft an Badeseen liegen.

Mein Favorit in der Nähe: der Krumme See bei Königs Wusterhausen. Es gibt einen offiziellen Grillplatz mit Tischen, Bänken und einer Feuerstelle, direkt am Ufer. Im Gegensatz zu Berlin ist hier auch das Lagern am Wasser unkompliziert. Aber: Die Anfahrt ohne Auto ist mühsam. Mit dem Zug (S-Bahn bis Königs Wusterhausen, dann 20 Minuten zu Fuß) ist es machbar, aber anstrengend. Für die Insel Gartenfeld gilt ähnliches – nur dass man dort in Berlin bleibt und sich mit den Grauzonen herumschlägt.

Grillplatz Berlin Spandau und Reinickendorf: die ruhigen Alternativen

Spandau ist im Sommer für viele Berliner ein blinder Fleck. Das ist schade, denn der Bezirk hat einiges zu bieten. Der Plötzensee liegt zwar in Reinickendorf, aber direkt an der Grenze zu Spandau. Und im Norden Spandaus gibt es die Insel Gartenfeld, die ich oben schon erwähnt habe – ein Ort, den ich nur mit Vorsicht empfehle, weil die Rechtslage unklar ist.

In Reinickendorf ist der Volkspark Rehberge die erste Wahl. Er ist groß, grün und hat mehrere offizielle Grillflächen. Wer von dort aus noch weiter will, kommt zum Kienhorstpark – klein, ruhig und im Sommer angenehm leer. Aber ehrlich? Die beiden Parks decken den Bedarf ab, ohne dass man sich weiter umschauen muss.

Grillen im Wedding: der Görlitzer Park des Nordens?

Der Wedding hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt, was die Gastro- und Parkszene angeht. Der Volkspark Rehberge ist das Herzstück, aber auch der Schillerpark im Wedding ist eine Option – allerdings mit weniger ausgewiesenen Grillflächen. Was mir im Wedding auffällt: Die Berliner hier sind toleranter, was das Grillen abseits der offiziellen Zonen angeht. Das heißt nicht, dass es erlaubt ist – nur dass die Kontrolldichte geringer ist. Ich würde mich trotzdem an die Regeln halten. Ein Bußgeld ist ein Bußgeld, egal ob im Wedding oder in Zehlendorf.

Grillplatz Berlin Marzahn: weit weg und trotzdem überraschend gut

Marzahn-Hellersdorf hat das Image, aber nicht die Realität. Die Gärten der Welt sind bekannt, aber eher für Spaziergänge als für Grillpartys. Doch der Kienberg und die Wiesen am Wuhlepark bieten tatsächlich gute Grillplätze. Sie liegen versteckt, sind selten überfüllt und bieten einen schönen Blick über die Stadt.

Der Wuhlepark ist ein Landschaftspark, der sich entlang der Wuhle zieht. Die Grillplätze sind mit Tischen ausgestattet, und die Wege sind breit genug für Kinderwagen und Fahrräder. Anfahrt: S-Bahn bis Marzahn oder Ahrensfelde, dann ein Fußmarsch von 15 Minuten. Ehrlich gesagt: Ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass ich den Wuhlepark mal empfehlen würde. Aber die Realität hat mich überrascht.

Häufig gestellte Fragen zu öffentlichen Grillplätzen in Berlin

Welcher Grill ist auf öffentlichen Grillplätzen in Berlin erlaubt?

Das ist nicht einheitlich geregelt, sondern hängt vom Bezirk ab. In den meisten Fällen ist ein holzkohlebetriebener Grill erlaubt, solange er auf einer feuerfesten Unterlage steht und die Glut nicht den Rasen berührt. Einweggrills sind auf vielen bezirklichen Flächen verboten – in den Grünanlagenverordnungen ist oft von „ortsfesten Grillstellen“ die Rede. Gasgrills sind meist erlaubt, aber nicht überall gern gesehen. Elektrogrills sind selten problematisch, aber Sie brauchen eine Stromquelle, die es im Park kaum gibt. meine Empfehlung: ein kleiner, höhenverstellbarer Kugelgrill auf Füßen. Der ist flexibel und respektiert fast überall die Regeln.

Wann gibt es ein Grillverbot in Berlin?

Ein Grillverbot gibt es in Berlin, wenn die Waldbrandgefahr steigt – das ist vor allem im Sommer nach längeren Trockenperioden der Fall. Die Bezirke erlassen dann lokale Verbote, die nur für bestimmte Gebiete gelten. Diese Verbote werden über die Websites der Bezirke veröffentlicht und sind an den Eingängen der betroffenen Parks ausgeschildert. Es gibt kein zentrales, berlinweites Grillverbot – das wäre auch kaum durchsetzbar. Aber die Tendenz geht in den letzten Jahren dahin, die Regelungen zu verschärfen, besonders an Orten mit hohem Besucheraufkommen.

Muss man seinen Grill und Müll wieder mitnehmen?

Ja. Das gilt in ganz Berlin. Die öffentlichen Grillplätze sind keine vermieteten Grundstücke – Sie sind zu Gast in einer öffentlichen Anlage. Das bedeutet: Alles, was Sie mitbringen, nehmen Sie auch wieder mit. Dazu gehört der Grill, aber auch die Asche. Für die Asche gibt es oft dafür vorgesehene Behälter, die Sie finden, wenn Sie sich umschauen. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie sie einfach in einem Beutel mit nach Hause. Der Müll gehört in die dafür vorgesehenen Behälter oder, wenn diese voll sind, in Ihren Rucksack. Das Ordnungsamt kontrolliert das – und die Bußgelder für liegen gelassenen Müll sind deutlich höher als für das Grillen am falschen Ort.

Welche Alternativen gibt es bei Regen?

Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Die ehrliche Antwort: Öffentliche Grillplätze mit Überdachung sind in Berlin eine Rarität. Es gibt ein paar Pavillons mit Sitzgelegenheiten, aber die sind oft schnell belegt. Meine Strategie bei Regen: Entweder ich verschiebe das Grillen oder ich suche einen Biergarten oder ein Restaurant mit eigenem Grillbereich. Einige Gaststätten in Berlin bieten eigene Grillplätze an, die man mieten kann – das ist keine öffentliche, aber eine private Alternative. Und wenn Sie es wirklich brauchen: Eine überdachte Grillhütte in Brandenburg ist vielleicht die beste Option. Der Weg ist länger, aber die Zuverlässigkeit ist es wert.

Die Sache mit dem Bußgeld: wie hoch ist die Strafe wirklich?

Ich habe es oben schon angesprochen, aber ich will es wiederholen, weil es wichtig ist. Die Bußgelder für das Grillen außerhalb der ausgewiesenen Flächen liegen in Berlin in der Regel zwischen 35 und 90 Euro – das ist die Spanne, die ich aus eigener Anschauung und aus Gesprächen mit Ordnungsamtsmitarbeitern kenne. Das Bußgeld für das Grillen mit offenem Feuer (also ohne dafür vorgesehenen Grill) kann höher ausfallen, bis zu 500 Euro in besonders hartnäckigen Fällen. Und wenn durch Ihre Glut ein Brand entsteht, sprechen wir nicht mehr von Bußgeld, sondern von einer Straftat. Versicherungstechnisch ist das eine Katastrophe.

Mein Rat: Planen Sie Ihren Grillplatz wie ein Projekt. Checken Sie die Karte des Geoportals, prüfen Sie die örtlichen Verbote, lesen Sie die Schilder vor Ort. Das klingt bürokratisch, aber es macht den Unterschied zwischen einem entspannten Abend und einem teuren Anruf vom Ordnungsamt.

Schlussgedanke

Berlin grillt leidenschaftlich, aber es grillt geregelt. Die Stadt hat in den letzten Jahren verstanden, dass Verbote allein nicht helfen – sie hat Flächen geschaffen, auf denen das Grillen offiziell erlaubt ist. Das Tempelhofer Feld und der Görlitzer Park sind die bekanntesten Beispiele, aber die eigentlichen Geheimtipps liegen woanders: im Wedding, in Spandau und sogar in Marzahn. Die beste Grillparty ist nicht die, die im Trend liegt, sondern die, die ohne Stress verläuft.

Und wenn Sie mich fragen: Der beste Grillplatz Berlins ist der, den Sie noch nicht kennen. Die Entdeckung gehört dazu. Packen Sie den Grill ein, schauen Sie auf die Karte, und gehen Sie ein Stück weiter als alle anderen. Die Ruhe am Rande der Stadt ist das eigentliche Berlin.